Beischlaf

Beischlaf Psychologisch: Beischlaf kann symbolisch für etwas Neues stehen, das man im Leben beginnt (zeugt), und wird dann meist als günstiges Vorzeichen verstanden. Aber auch tatsächlich vorhandene sexuelle Bedürfnisse, die im Traum scheinbefriedigt werden, können dahinter stehen. Artemidoros war der Meinung, seiner eigenen Frau beizuschlafen, wenn sie dazu geneigt sei, könne für beide Ehegatten nur gut ausgelegt werden. Eine unwillige Gattin aber verkehre diesen guten Eindruck ins Gegenteil. Nach Meinung vieler moderner Psychologen weist der Beischlaf mit dem Chef oder der Chefin auf eine Förderung im Beruf hin, weil sich beide in der Zielsetzung einig seien. Im allgemeinen läßt der Traum vom Beischlaf Rückschlüsse auf die Potenz des Träumers zu. Ein nicht vollzogener Beischlaf kann dementsprechend als Angst vor mangelnder Potenz gedeutet werden. Oft ist der oder die Fremde, mit der man im Traum schläft, niemand anderes als der eigene Partner, von dem man sich im Wachleben vielleicht mehr Innigkeit wünscht Spirituell: Dieses Symbol steht bei jüngeren Menschen für unbewußte sexuelle Wünsche und im späten Alter für neue schöpferische Pläne. Volkstümlich: (arab. ) : Träumt einer, der Ackerland besitzt, er schlafe bei einer schönen Frau, wird er auf vielfältige Weise Freude an seinen Feldern haben, besitzt er keine, ein schönes, weites Stück Land erwerben. Träumt der Kaiser, er verkehre mit einer Jungfrau, wird sein Sehnen und heißester Wunsch in Erfüllung gehen,- ein Mann von geringer Geburt wird reiche Mittel von der Obrigkeit erlangen, die aber Angst einflößen. Träumt der Kaiser, er schlafe bei einem bekannten Freudenmädchen, wird er sich Freude verschaffen, sie aber niemanden merken lassen, ein Mann aus dem Volk wird sein Glück machen und sein gutes Auskommen finden. Dünkt es den Kaiser oder einen Fürsten, er habe mit einer verheirateten Frau ein Liebesverhältnis, wird er ihr Geschlecht adeln, mit reichen Gaben ausstatten und ihrem Mann einen so hohen Rang verleihen, wie das Gerücht von dieser Liebschaft weit und breit in der Öffentlichkeit bekannt wurde,- hat ein einfacher Mann diesen Traum, wird die Familie der Frau von dem Beischläfer Vorteile haben,- ein Armer wird von der besagten Frau reichlich bedacht werden. Die Mutter oder Schwester zu beschlafen bedeutet, man werde einem, der es nicht wert ist, wohlwollen, deshalb harte Vorwürfe einstecken und seine Tat bereuen. allgemein: enthüllt den Wunsch, dessen Ausführung meist nicht möglich ist,- oft ein Zeichen einer Unreife und Disharmonie. (europ.) : rein sexuell zu verstehen,- im späteren Alter Pläne für Neuschöpfungen,- mit der Geliebten: zeigt Gutes in aktuellen Liebesangelegenheiten an,- mit der Gattin: Leid,- mit mehreren: der Lebenswandel oder die sexuellen Wünsche sind etwas liederlich bzw. maßlos und könnten Schande bringen. (Siehe auch ‘Begierde’, ‘Koitus’)… Traumdeutung Beischlaf

Schwester

…Schwester Assoziation: – weiblicher Aspekt des Selbst, Kameradschaft. Fragestellung: – Was bewundere oder fürchte ich an mir selbst? Allgemein: Schwester verkörpert jene Eigenschaften, die einem zwar ‘verwandt’ sind, die man aber nicht voll akzeptiert. Nach alten Traumbüchern soll sie auch für gute Gesundheit stehen oder eine gute (oft geschäftliche) Beziehung anzeigen. Psychologisch: Erscheint einer Frau das Bild der leiblichen Schwester im Traum, so deutet dies auf die Schattenseiten der Träumenden hin. In Männerträumen ist die Schwester ein Symbol für die weibliche Gefühlsseite, die Anima des Mannes. Eine Krankenschwester steht im Traum als Zeichen für seelische Störungen, sie erfüllt ähnliche Funktionen wie der Arzt. Auch die religiöse Schwester, also Nonne oder Diakonisse. Oft tritt sie als hilfreiche Freundin oder als Führsorgeschwester ins Traumbild, bei der man Hilfe und Rat sucht. Wer im Traum mit ihr streitet, ist unzufrieden mit sich selbst und jammert, man möge sich mehr um ihn kümmern, ihm sein Los erleichtern. Artemidoros: Es träumte jemand, er besitze die Kleider seiner Schwester und trage sie. Er beerbte seine Schwester. Es träumte einer, seine Schwester werde vom Vater ihrem Mann entrissen und einem anderen zur Frau gegeben. Es geschah, daß der Träumende starb,- denn begreiflicherweise deutete der Vater auf seinen Dämon als den Urheber seines Lebens,- während es der Schwester, welche dasselbe wie die Seele bedeutet, aufgrund der Tatsache, daß sie von der Seite ihres Mannes gerissen wurde, bestimmt war, vom Dämon entrückt zu werden und an einen anderen Aufenthaltsort und in andere Lebensverhältnisse zu kommen,- denn nach dem Glauben der Menschen weilen die Seelen der Verstorbenen, wenn sie sich vom Leib getrennt haben, an einem anderen Aufenthaltsort. Volkstümlich: (arab. ) : sehen oder mit ihr sprechen: lebhafter Verkehr mit deinen nächsten Angehörigen,- auch: man wird sehr bald die Erfüllung seiner Wünsche erleben,- in Tracht: du wirst Trost finden ,- verspricht Hilfe in bedrängter Lage,- für eine Frau: Hinweis zu größerer Hilfsbereitschaft. (europ.) : stellt bei Frauen den eigenen Schatten dar, bei Männern: die weibliche Komponente im Mann bringt eine neue Seite,- seine eigene sehen: verheißt gute Gesundheit,- sie küssen: bedeutet viel Freude in der Beziehung,- sich von ihr verabschieden: man ist in einer Angelegenheit ganz auf sich allein angewiesen,- sie sterben sehen: bringt eine Verschlechterung der Lage,- eine Ordensschwester sehen: man wird in seiner bedrängten Situation bald Hilfe erhalten,- Sieht eine Frau eine Ordensschwester, sollte sie jetzt mehr Hilfsbereitschaft an den Tag legen. (ind. ) : sehen oder sprechen: du wirst eine gute, glückliche Verbindung eingehen. (Siehe auch ‘Arzt’, ‘Bruder’, ‘Familie’, ‘Geschlechtsverkehr’, ‘Geschwister’, ‘Krankenhaus’, ‘Krankenschwester’, ‘Nonne’)… Traumdeutung Schwester

Trinkgefäß

…die einen, weil sie aus festem, die anderen, weil sie aus alltäglichen Material sind. Becher aus Horn sind wegen ihrer Altertümlichkeit und Unzerbrechlichkeit von guter, Gläser dagegen wegen des Stoffes von übler Vorbedeutung, bisweilen kündigen sie auch wegen ihrer Zerbrechlichkeit Gefahren an und bringen wegen ihrer Durchsichtigkeit Verborgenes ans Licht. Eine andere zutreffende Auffassung besagt, daß die Trinkgefäße diejenigen Personen bezeichnen, die mit unseren Lippen in Berührung kommen. Deswegen bedeutet es den Tod eines uns nahestehenden Menschen, wenn sie zerspringen. Lebt aber einer mutterseelenallein, droht ihm selbst der Tod. Diese Beobachtung kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Leuten auf hoher See prophezeit das Zerspringen ihrer Trinkgefäße Schiffbruch. Das ist die alte Einteilung und Auslegung. Heutzutage kommt noch folgendes Traumbild hinzu, das sich häufig erfüllt hat: Es gibt gewisse enghalsige Trinkgefäße, die man vor nicht allzu langer Zeit erfunden hat. Gehen sie in Scherben, verheißen sie Befreiung von jeglicher Drangsal und Beklemmung. Jemand träumte, er sehe seine Geliebte in einem irdischen Weinkrug liegen. Die Geliebte starb durch die Hand eines Staatssklaven. Das Liegen in dem irdenen Gefäß bedeutete der Frau ganz natürlich den Tod,- durch die Hand eines Staatssklaven aber, weil der Krug der Öffentlichkeit gehört und jedermann zu Diensten steht. (Nicht nur Privatpersonen verfügten über Sklaven, auch der Staat, die Städte und öffentlich- rechtliche Körperschaften besaßen Sklaven (griech. = douloi demosioi, lat. servi publici). Volkstümlich: (arab. ) : zerbrechen: Zank in der Familie. (europ.) : Fremde werden in das Leben eindringen,- da man leichtgläubig ist, wird man betrogen werden,- zerbrochene Gläser: bedeuten Entfremdung aufgrund von Vorlieben für verbotene Früchte. (ind. ) : Ein Trinkgefäß bedeutet eine Frau. Nimmt jemand ein gläsernes Trinkgefäß voll Wasser in die Hand, wird er eine Frau nehmen und Kinder mit ihr zeugen,- alles Gläserne weist nämlich auf eine Frau aus dem Mittelstand. Dünkt es ihn, das Gefäß sei zerbrochen, das Wasser aber darinnen geblieben, wird die Frau sterben, das Neugeborene aber am Leben bleiben,- ist das Wasser aber ausgeflossen und das Gefäß ganz geblieben, wird das Kind sterben, die Frau aber am Leben bleiben. Schenkt einer den Leuten Wasser aus einer gläsernen Karaffe ein, wird er Gutes tun und Lohn und Namen dafür erlangen, gemessen an der Menge Wasser, das er verteilte,- schenkt einer Wasser aus und nimmt dafür Geld, hat er seinen Lohn schon bekommen, und er wird in üblen Ruf kommen. Schenkt der Kaiser dem Volk reines Wasser aus und die Leute trinken es durstig, wird er bedrängte Menschen beglücken, sie fördern und reich beschenken,- ein gemeiner Mann wird erhöht, Gouverneur oder Richter werden. Ein Mönch wird Lehrer und Förderer des Heils sein,- ist das Wasser aber schmutzig, wird er Ketzereien und gotteslästerliche Lehren verbreiten. zerbrechen: du wirst Trauer und Kummer haben…. Traumdeutung Trinkgefäß

Herbst

…Herbst Assoziation: – Transformationszyklus,- Ernte. Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens bin ich bereit, die Früchte meiner bisherigen Arbeit zu ernten? Medizinrad: Schlüsselworte: Ernte,- Dienst,- Heilung,- Lehre. Beschreibung: Der Herbst ist die Zeit der Ernte, ist der Moment, wenn alle Erdenkinder den Nutzen aus ihrem intensiven inneren und äußeren Wachstum ziehen, dem sie sich im vorangegangenen Jahresabschnitt unterzogen haben. Es ist die Zeit der Reife und des Dienstes. Allgemeine Bedeutung: Ernten,- ein Ziel erreichen,- Reife erreichen. Assoziation: Altweibersommer, Indianersommer,- goldener Oktober, trister November. Transzendente Bedeutung: Ein Hinweis auf die Gaben, die dich erwarten, wenn du die Reife erreicht hast, oder auf das endgültige Ziel eines Projekts. Psychologisch: Herbst symbolisiert die Ernte, den Ertrag, den man für seine Arbeit erhält und in Ruhe und Beschaulichkeit genießen soll. Er macht dem Träumenden bewußt, daß etwas zu Ende geht, daß er viel Gutes in einer Situation eingebracht hat und dies weiter tun kann, jedoch das Ende trotz allen Einsatzes nicht mehr aufzuhalten ist. Herbst fordert auch dazu auf, über die in seinem Leben auftretenden Zyklen nachzudenken und die Dinge loszulassen, die er nicht mehr zu Ende führen kann. Auch die Reifung der Persönlichkeit kann darin zum Ausdruck kommen. Wenn ältere Menschen vom Herbst träumen, sind sie oft auf der Höhe ihrer Schaffenskraft, denken aber schon daran, sich zur Ruhe zu setzen, um das noch auszukosten, was sie in langen Jahren erwirtschaftet haben. Bei jüngeren Menschen kann der Herbst das Ende eines Lebensabschnitts bedeuten, der oft sehr erfolgreich war. Vielfach umschreibt er auch die Ahnung vom Zu-Ende-Gehen einer intimen Beziehung, die im Augenblick noch, trotz mancher Zweifel, aufrechterhalten wird. Der Herbst symbolisiert dann ein Erkalten von Gefühlen. Spirituell: Wenn der Herbst im Traum erscheint, dann ist auf der spirituellen Ebene der Lebensabend gemeint. Volkstümlich: (arab. ) : Sichere dein Vermögen, es kommen schwere Zeiten. herbstliche Landschaft sehen: Nachlassen der Liebe zu einem Menschen,- glauben, draußen sei Herbst geworden: mit Unannehmlichkeiten zu kämpfen haben. (pers. ) : Der Träumende kann mit der Hilfe und der Unterstützung von Menschen rechnen, die er bislang nicht als Freunde verstand. Er sollte also wachsamer sein und zwischen Schein und Sein besser unterscheiden. Überdies sind seine Lebensumstände nicht so schlimm, wie er denkt, und wird noch viele gute Zeiten erleben, wenn er sich umsieht und seine Chancen nutzt. (Frau +/ Kind+) (europ.) : reiner, meist negativer Potenztraum des Mannes,- sehen oder empfinden: nachlassen der Liebe,- man ist von feindseligen Einflüssen umgeben,- auch: Eine Zeit der Schwermut und Melancholie steht bevor. Man nehme sich die Zeit zur Entspannung und suche das Gespräch mit Freunden. Träumt eine Frau vom Herbst, dann erhält sie durch die Streitigkeiten anderer Eigentum. Heiratet eine Frau im Herbst, wird sie eine gute Partie machen und… Traumdeutung Herbst

Tabak

…Tabak Medizinrad: Schlüsselworte: Heilig,- Klarheit,- kann vergiften,- Unterscheidung,- Helfer,- Heiler,- Wabun, östlicher Hüter des Geistes. Beschreibung: Tabak ist die Pflanze, die mit dem Osten und mit Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, assoziiert wird. Sie wurde von den Ureinwohnern Nordamerikas angebaut, um sie zu rauchen und um sie als Opfergabe zu benutzen. Daher war Tabak für viele erdverbundene Stämme eine sehr heilige Pflanze und fand bei sakralen Ritualen Anwendung. Tabak war oft das rituelle Opfergut in Pfeifenzeremonien, damit der heilige Rauch entweichen konnte. Lies nach unter dem Stichwort Mais, um zu erfahren, wie Erste Frau den Tabak zu den Menschen brachte. Es heißt, daß man mit Rauchen von Tabak die Geistwesen zu sich ruft. Sun Bear lehrte, daß dies einer der Gründe sei, warum Rauchen nur zur Entspannung für die Menschen ungesund sein könne: Es ruft Geistwesen herbei, obwohl man ihre Anwesenheit in Wahrheit gar nicht wünscht. Folglich können sie nicht wissen, wann sie wirklich gebraucht werden. Allgemeine Bedeutung: Nach Wegen suchen, um dem Heiligen den Eintritt in dein Leben zu gestatten,- von den Wegen der Indianer oder von Geistwesen angezogen sein, die in Nordamerika zu Hause sind,- Klarheit erbitten oder erhalten,- eine Zeit der Neuanfänge,- eine Zeit, in der du Negativität loslassen kannst,- das Bedürfnis nach Unterscheidungsvermögen oder die Gabe von Unterscheidungsvermögen,- Zeit, um über das Rauchen nur zur Entspannung nachzudenken. Assoziation: Lungenkrebs. Transzendente Bedeutung: Tabak in einem Traum zieht Geistkräfte zu dir oder zeigt an, daß sie anwesend sind. Allgemein: Tabak symbolisiert meist Männlichkeit, was sich mit daraus erklärt, daß Frauen früher kaum rauchten. Pfeife, Zigarre und Zigarette deuten als Phallussymbole sexuelle Bedürfnisse an. Sieht man deutlich Tabakrauch, macht das auch auf unfruchtbare Anstrengungen aufmerksam, die sich in Rauch auflösen werden. Die Bedeutung von Tabak in einem Traum hängt ganz davon ab, ob es sich bei dem Träumenden um einen Raucher handelt oder nicht. Trifft Ersteres zu, liegt nahe, daß der Tabak im Traum ein Genußmittel darstellt. Bei einem Nichtraucher hat Tabak im Traum möglicherweise eher die Funktion, das Erreichen eines bestimmten Geistes- oder Bewußtseinszustandes zu symbolisieren. Raucht der Träumende Pfeife, stehen möglicherweise maskuline Attribute im Vordergrund. Psychologisch: Tabak verkörpert vor allem Substanzen, welche die Stimmung heben. Er vertreibt die bösen Geister. Daher ist er hauptsächlich ein Symbol der positiven Veränderungen. Bei der negativen Betrachtung des Rauchens von Tabak im Traum, wird die Wirklichkeit des Lebens eher ängstlich betrachtet und so flüchtet man gerne in eine Traumwelt. Zieht man sich Tabakrauch in die Lungen, zeigt dies an, daß man häufig Negatives förmlich in sich ‘hineinsaugt’. Raucht man Pfeife, wird man bald ganz überraschend feststellen, daß es zu Hause sehr gemütlich sein kann. Ansonsten zeigt der Tabak, daß alle Bemühungen nutzlos sind, weil man quasi ‘im Nebel verschwindet’…. Traumdeutung Tabak

Ringkampf / ringen

…Ringkampf / ringen Assoziation: – Arbeit an Stärke und Durchhaltevermögen. Fragestellung: – Was versuche ich zu verstehen oder zu kontrollieren? Allgemein: Ringen (Ringkampf) deutet Auseinandersetzungen mit anderen an. Siegt man dabei, wird man sich durchsetzen und vom Gegner trennen. Verliert man den Kampf, sollte man sich um Versöhnung mit dem anderen bemühen. Psychologisch: Ringen als Traumsymbol verweist meistens darauf, daß man mit sich selbst ringt oder sich und anderen etwas abringen muß. In selteneren Fällen kann dieses Traumsymbol auch als ein Hinweis auf die Sehnsucht nach Körperkontakten gesehen werden. Der Ausgang eines Ringkampfes im Traum ist ungewiß, weil wir während des Kampfesgetümmels meist aufwachsen,- da haben wir uns im Wachleben mit einer Angelegenheit auseinanderzusetzen, von der wir noch nicht wissen, ob wir als Sieger aus ihr hervorgehen werden. Manchmal ringen wir auch um Einsichten, die uns weiterbringen können, oder um unser Image. Artemidoros: Mit einem Blutsverwandten oder Freund zu ringen kündigt Zank und Streit mit dem Betreffenden an. Besteht schon eine Feindschaft, wird derjenige, der im Traum den Sieg erringt, auch am Tag der Überlegene (Vgl. den in Genesis 32,24ff. geschilderten Ringkampfes Jakobs mit dem Engel. Bei Tagesanbruch, als sein Gegner sah, daß er Jacob nicht überwinden konnte, bat dieser, ihn zu segnen. Der Engel änderte Jacobs Namen in Israel und versprach ihm, daß er über Menschen siegen werde.) sein, ausgenommen, sie stritten um Grund und Boden,- denn bei derartigen Streitfällen ist es besser, zu unterliegen, falls nicht auch der, welcher den Gegner zu Boden wirft, es von unten erreicht. Denn dem, der mit dem Boden in Berührung ist, gehört der Grund und Boden. (Es scheint sich darin die Vorstellung zu spiegeln, daß die Berührung mit der Erde eines bestimmten Ortes Anrecht auf demselben gibt, wie ja auch der Besitz einer Scholle Erde den Besitz des Landes verbürgt, von dem die Scholle stammt.) Ich kenne jemand, dem es träumte, er ringe und strecke seinen Gegner mit dem sogenannten Kunstgriff ‘Zwei- Finger- um – Einen’ zu Boden. Derselbe gewann den Prozeß, indem er Schriftstücke in die Hand bekam, die sein Gegner verfaßt hatte. Mit einem Unbekannten zu ringen, führt Gefahren durch Krankheit herauf,- denn wie der Ringer seinen Gegner zu überwältigen trachtet, so auch die Krankheit den Kranken, das heißt, sie will ihn der Erde übergeben. (‘Mit dem Tode ringen.’ Eine Personifizierung der als Dämon gefaßten Krankheit. Die Agonie des Sterbenden, als ein Ringkampf mit dem Todesgott aufgefaßt, ist noch im heutigen Griechenland lebendig.) Dem Unterlegenen winkt der Tod, dem Sieger Genesung. Ferner bedeutet es nichts Gutes, wenn ein Mann mit einem Knaben ringt. Wirft er ihn nieder, wird er jemanden begraben,- wird er aber von dem Knaben niedergerungen, wird er zu der vergeblichen Anstrengung noch Spott und Krankheit ertragen… Traumdeutung Ringkampf / ringen

Angel / angeln

…Melanie Löwer Ich bin in meiner Wohnung mit meinem Sohn. Ich weiß (im Traum), dass gegenüber ein aggressiver kleiner Mann wohnt. Plötzlich sehe ich, dass dieser Mann auf meinem Balkon steht. Ich lege mich auf das Sofa und stelle mich schlafend, weil ich Angst vor dem Mann habe. Der Mann geht wieder und ich sehe, dass er eine riesengroße Angel auf dem Balkon stehengelassen hat. Ich öffne die Balkontür und hole die Angel herein um sie meinem Sohn zu zeigen. Plötzlich ist der Mann wieder auf dem Balkon und kommt in mein Wohnzimmer, wo ich mit meinem Sohn stehe. Ich habe furchtbare Angst, da der Mann (der viel kleiner ist als ich) sehr aggressiv wirkt. Ich will ihm schnell die Angel zurückgeben und bitte ihn zu gehen. Er tut das nicht sondern gibt mir nur zweimal die Hand – auch um mir zu zeigen, dass er nicht tut was ich will. Ich habe schreckliche Angst, dass er körperlich aggressiv wird und wache auf…. Traumdeutung Angel / angeln

Durst

…Durst Psychologisch: Im Traum Durst zu haben zeigt, daß der Träumende ein unbefriedigtes inneres Bedürfnis hat,- das Dürsten nach Ausgeglichenheit etwa, oder der Träumende fühlt sich allein gelassen, ohne Hoffnung, daß sich seine Lage bessern könnte. Jede Form von emotionaler Befriedigung wäre jetzt willkommen. Durst kann in körperbedingten Träumen auftreten, wenn man tatsächlich das Bedürfnis hat, etwas zu trinken. Meist wird ein Dursttraum nicht zu Ende geträumt, weil das Durstgefühl den Träumer schnell erwachen läßt. Stillt der Träumende seinen Durst selbst, so zeigt dies, daß er fähig ist, seinen Wünschen richtig zu begegnen. Bleibt der Durst des Träumenden im Traum ungelöscht, so ist die Auseinandersetzung damit gemeint, daß dem Träumenden existentiellen Notwendigkeiten durch wen auch immer, vorenthalten werden. Alte Quellen sehen darin ja nach den Begleitumständen im Traum noch folgende Bedeutungen: Durst haben soll auf den Wunsch nach guten Beziehungen zu lieben Menschen, sowie falsche Freunde zu meiden, hinweisen. Den Durst stillen heißt auf die schnelle Besserung einer verkorksten Lage hoffen und kann Erfolge und Glück ankündigen. Reichlich trinken verheißt vielleicht Wohlstand und Ansehen in nächster Zeit. Einem Durstigen zu trinken geben läßt auf Dankbarkeit hoffen. Durst vor einer leeren Flasche kann vor einer Enttäuschung in der Partnerbeziehung warnen. Spirituell: Der Durst im Traum steht wörtlich für den Durst nach spirituellem Wissen und nach Erleuchtung. Volkstümlich: (arab. ) : empfinden: vergebliches Bemühen,- deine Hoffnungen sind vergeblich,- man wird falsche Freunde kennenlernen,- brennenden, haben, ohne ihn stillen zu können: Unruhe und Mühe ohne Erfolg,- man sollte bescheidener werden,- trinken und danach immer noch durstig sein: man gibt sich vergeblichen Hoffnungen hin,- im Übermaß stillen: dir blüht großes Glück und besondere Ehrung,- stillen: schöner Lebenslauf,- du wirst Geschenke und Liebe erhalten,- Durstige tränken: du wirst dir Dankbarkeit erwerben,- ohne Durst trinken: Warnung vor Maßlosigkeit. (europ.) : meist liegt eine rein körperliche Reaktion vor,- man sehnt sich nach dem Getränk als Lebenselixier,- haben: bedeutet ein Verlangen nach Reichtümern,- man strebt Ziele an, die momentan unter seinen Möglichkeiten liegen,- auch: falsche Freunde kennenlernen,- durstig sein und nicht trinken können: verheißt Traurigkeit und Unruhe,- trinken und nicht stillen können: kündet ein vergebliches Bemühen an,- sich vergeblichen Hoffnungen hingeben, die sich nicht erfüllen,- beruflicher Mißerfolg,- haben und genug zu trinken: Glück und Reichtum,- Ansehen,- Erfüllung der Wünsche,- beruflicher Erfolg,- haben und eine leere Flasche finden: man wird eine Liebesenttäuschung erleben,- andere ihren Durst löschen sehen: die Gunst einflußreicher Leute auf sich ziehen. Durstigen zu trinken geben: kündet gute Erfolge an,- bringt Dankbarkeit,- Durstigen Trunk verweigern: man wird von schlechten Gedanken verfolgt werden. (Siehe auch ‘Hunger’)… Traumdeutung Durst

Schuß

…Schuß Allgemein: Wird der Träumende in seinem Traum erschossen, ist dies ein Hinweis auf verletzte Gefühle. Im Traum einer Frau kann dieses Traumsymbol eventuell auch für den Geschlechtsakt stehen. Darüber hinaus zeigt das Traumsymbol möglicherweise an, daß der Träumende fürchtet, zum Opfer oder Ziel der Wut anderer Menschen zu werden. Psychologisch: Versinnbildlicht anstehende Entscheidungen, die rasch getroffen werden müßten. Manchmal kann dabei der Schuß allerdings nach hinten losgehen, was unsere mangelnde Energie aufzeigt, Ordnung in eine bestimmte Angelegenheit zu bringen. Hören wir einzelne Schüsse, kündigt sich vielleicht ein umwälzendes Ereignis an,- ist eine regelrechte Schießerei im Gange, werden wir in eine verzwickte Lage kommen. Wenn der Träumende in seinem Traum schießt, muß er vielleicht lernen, mit seinen Ängsten zurechtzukommen. Dabei könnte es sich um eine vorbeugende Maßnahme handeln, durch die der Träumende vermeidet, den Teilen seiner Persönlichkeit zu begegnen, die er ablehnt. Befindet er sich auf einem Schießstand, läßt dies vermuten, daß er es in seinem bisherigen Leben an Genauigkeit hat fehlen lassen. Spirituell: Wenn der Träumende in seinem Traum einen Schuß oder Schießen bemerkt, heißt dies aus spiritueller Sicht, daß er sich der Notwendigkeit gelenkter starker Energie bewußt ist. Volkstümlich: (arab. ) : hören: sich über etwas wundern,- auch: von einem Freund um Hilfe gebeten werden,- selbst abgeben: man fühlt sich von seinen Mitmenschen zu wenig beachtet und möchte Aufmerksamkeit mit allen Mitteln erregen,- angeschossen oder erschossen werden: zutiefst verletzte Gefühle durch eine erlittene Enttäuschung. (europ.) : hören: man wird eine traurige Erfahrung machen,- selbst versuchen ein Lebewesen zu töten: ist ein schlechtes Omen,- schießen und das Lebewesen verfehlen: man wird seine Schwierigkeiten überwinden,- erschossen werden und sterben: man wird durch Mißverständnisse mit Freunden unerwarteten Schwierigkeiten gegenüberstehen,- dem Tod entkommen durch Erwachen: man wird sich später mit seinen Freunden vollständig aussöhnen,- von einem Priester erschossen werden: ein Freund wird einem verärgern, der eine andere Meinung vertritt als man selbst. (ind. ) : hören: du wirst dich verlieben. (Siehe auch ‘Pistole’, ‘Revolver’, ‘schießen’ und andere Schußwaffen)… Traumdeutung Schuß

Pistolen

…Pistolen Allgemein: Eine Pistole hat im Traum eine offenkundige männliche und sexuelle Bedeutung. Wenn eine Frau im Traum mit einer Pistole schießt, ist sie sich der maskulinen, aggressiven Seite ihrer Persönlichkeit bewußt. Wird auf eine Frau geschossen, fühlt sie sich durch Zeichen, Aggression oder Sexualität bedroht. Pistole wird allgemein wie Waffe gedeutet. Sie kann vor allem auf Gefahren hinweisen oder vor überschießendem Zorn warnen. Psychologisch: Die Pistole im Traum hat etwas mit dem Durchsetzungsvermögen des Träumenden und allgemein mit aggressiv behaupteter Macht zu tun. Die Waffe kann dem Selbstschutz und der Selbstbehauptung dienen. Inwieweit andere Menschen dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden, muß der Träumende genau prüfen. Bei Freud männliches Sexualsymbol, auch Zeichen sexueller Spannungen und Verspannungen (die Pistole wird ja bekanntlich gespannt). Zielt man zum Beispiel im Traum auf jemanden, ohne zu schießen, läßt das auf ein Versagen in der Liebe oder in einem anderen Lebensbereich schließen. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Pistole im Traum das männliche Prinzip. Volkstümlich: (arab. ) : sehen: in Verkehr mit einer gefährlichen Person treten,- auch: Ausdruck eines schlechten Gewissens,- in der Hand: du solltest dich gegen die Anwürfe deiner Feinde wehren, aber in der Wahl der Kampfmittel behutsamer sein,- mit einer hantieren: man wird bald in einen schlimmen Streit geraten,- am Tisch: man will dir mit Gewalt drohen,- Pistolenschuß: es wird Streit und Scherben geben,- damit schießen: sich seiner Feinde erwehren,- auf einen Menschen schießen: man wird bei einem privaten Vorhaben oder einem familiären Problem scheitern,- von einer Pistolenkugel getroffen werden: man hat zwar einen Feind, doch dieser wird nicht den Mut besitzen, sich einem entgegenzustellen. (europ.) : verkünden Streitigkeiten, Pech und Schicksalsschläge,- auch: man wird von einem schlechten Gewissen geplagt,- Feindschaften entwickeln sich,- heimliche Feinde versuchen dich zu verleumden,- eine besitzen: man wird einen schlechten hinterhältigen Charakter entwickeln,- eine hören: man wird auf eine Intrige aufmerksam gemacht, die Ihre Vorhaben zunichte machen könnte,- abfeuern sehen: gilt als Mut und Entschlossenheit,- ein Feind oder Gegner wagt es nicht, einem offen entgegenzutreten, und versucht durch Verleumdungen zu intrigieren,- auch: man unternimmt große Anstrengungen, um ein vermeintliches Unrecht wieder richtigzustellen,- selbst damit schießen: man weiß genau, daß man jemandem zum Feind hat, doch in der Wahl seiner Verteidigungsmittel, sollte man behutsamer sein,- auf Gegner oder Angreifer abdrücken wollen, wobei sie versagt: man ist wehrlos und machtlos einem Mißgeschick ausgeliefert,- kleine: Schaden, Ärger, Verdruß. (ind. ) : sehen: zügle deinen Zorn,- Feindschaft und Ärger,- damit schießen: gute Erfolge,- Pistolenschießen: Lärm und Streit,- tragen: Gefahr ist in deiner Nähe. (Siehe auch ‘Schuß’, ‘Waffen’ und Bezeichnungen anderer Schußwaffen)… Traumdeutung Pistolen

Tür

…daß bald willkommener Besuch erwartet werde könne. Spirituell: Auf dieser Ebene ist die Tür im Traum ein spirituelles Symbol für den schützenden Aspekt der Großen Mutter. Die Tür, das Tor, die Pforte sind immer auch Symbole des Überganges, eine Schwelle zwischen zwei Bereichen. Artemidoros: Türen bedeuten die Ehefrau und das Vermögen des Träumenden. Von diesen bezeichnet die mit dem Riegel versehene Tür eine freigeborene Ehefrau, die vom Riegel gehaltene eine Sklavin. Volkstümlich: (arab. ) : offen: baldiger willkommener Besuch,- vor einer offenen stehen: man mag gewiß sein, daß die Werbung ein geneigtes Ohr finden wird,- durch eine offene hindurch gehen: irgend etwas wird sich von selbst erledigen,- versperrt: man wird dich mit leeren Redensarten abspeisen,- vor einer verschlossenen verharren: man hat bis jetzt zu seiner Umgebung noch keinen Kontakt gefunden,- knarrende: unangenehmer Besuch,- brennen sehen: du wirst Freunde bekommen. (europ.) : Tür am Haus: Sexualorgan,- eine geöffnete sehen: eine ‘Liebe’ erwartet einem schon,- durch eine geöffnete gehen: eine Sache wird sich wie von selbst erledigen,- eine öffnen und hindurch gehen: bedeutet Schmähungen und Feinde, denen man nicht entfliehen kann,- dies gilt für alle Türen außer für die des Hauses, in dem man als Kind gewohnt hat,- geht man durch die Tür des Elternhauses, wird man ein erfülltes Leben haben,- bei Nacht und Regen durch eine schreiten: verheißt bei einer Frau unverzeihliche Eskapaden,- bei einem Mann zeigt es an, daß er schamlos seine Fähigkeiten ausnutzt,- außerdem kommen neue Aufgaben auf einem zu,- andere durch einen Torweg gehen sehen: man wird erfolglos versuchen, seine Angelegenheiten voranzutreiben,- außerdem bedeutet es Veränderungen für Landwirte und Politiker,- für einen Autor bedeutet ein Torweg, daß er von seinem Lesepublikum für seine Aussagen getadelt wird, indem es seine neuen Werke nicht mehr liest,- ein Zimmer mit viele Türen: man sei vor Spekulationen auf der Hut, oder es droht Geldverlust,- vor einer geschlossenen stehen: man hat zu den Menschen in der Umgebung immer noch keinen rechten Kontakt gefunden,- nicht öffnen können: ernsthafte geschäftliche Schwierigkeiten erwarten einem,- eine schließen, so daß sie aus den Angeln fällt und einen Freund verletzt: dieser wird durch bösartige Kräfte bedroht,- daran Schuld sind Ihre falschen Ratschläge,- wenn eine andere Person die Tür schließt, wird man vom Pech oder Unglück eines Freundes hören und kann ihm nicht helfen,- öffnet ein Mann gewaltsam eine Tür: entweder eine Frau will ihn endlich für sich ganz alleine besitzen oder in ihm schlummern sexuell gewaltsame Züge,- schlüpft ein Mann heimlich durch eine Tür: Zeichen für einen deutlichen Wunsch nach einem Seitensprung. (ind. ) : brennen sehen: Freunde werden dich besuchen,- offen sehen: du wirst erwartet,- zu sehen: es hat gar keinen Zweck, daß du anfragst, man will dich nicht einlassen. (Siehe auch ‘Gebäude’, ‘Haus’, ‘Hausbrand’, ‘Schlüssel’, ‘Schloß’, ‘Sicherheit’,… Traumdeutung Tür

lauschen

…ernten. (europ.) : ein Gespräch belauschen: unerwartet Gutes kommt einem zu,- an der Tür lauschen: man sollte seine Neugierde bezwingen, weil man sich sonst selbst schadet. (ind. ) : an der Tür: man verfolgt dich. (Siehe auch ‘horchen’) Laus Psychologisch: Die Laus kann im Traum auf tatsächliche Krankheiten oder Nervenstörungen hinweisen. Wenn Läuse kribbeln und krabbeln und geben keine Ruhe,- weisen sie auf die Nerven des Träumers im Wachzustand hin, auf seine innere Unruhe, die Ziellosigkeit und den Unverstand, mit denen er nichts erreichen wird. Laus kann Glück und Erfolg anzeigen, ist aber zugleich ein Symbol für selbstquälerische Gefühle und negative Gedanken, die Selbstwertgefühl und Tatkraft des Träumenden beeinträchtigen. Sie können auch einen Hinweis darstellen, daß man von lästigen Parasiten umgeben ist, die man aber erst als solche erkennt, nachdem sie sich schon ‘bedient’ und ‘gesättigt’ haben. Sieht man Läuse im Traum und vernichtet sie, streicht man nach Artemidoros ein nervenbelastendes Ereignis aus seinem Gedächtnis,- wird man die Schmarotzer nicht los, kommt man von irgend etwas nicht los, das einem das Leben schwermacht. Artemidoros: Läuse in geringer Zahl zu haben, sie am Körper oder in den Kleidern zu finden und zu töten bringt Glück. Man wird nach diesem Traumgesicht von jedem Kummer und jeder übermächtigen Sorge frei werden. Sind es aber viele und unzählige, so ist das ein böses Vorzeichen und prophezeit langwierige Krankheit, Kerkerqualen oder große Not,- denn unter solchen Verhältnissen vermehren sich bekanntlich Läuse. Wird man sie alle los und säubert man sich von ihnen, ist Befreiung von den genannten Übeln zu erhoffen. Wenn einer, der träumt, Läuse zu haben, aus dem Schlaf aufwacht, dürfte er verloren sein. Volkstümlich: (arab. ) : sehen oder haben: unangenehme Dinge ertragen müssen,- Verschlechterung der Lebensverhältnisse,- in Massen sehen: ein großer Gewinn steht ins Haus,- davon gepeinigt werden: man wird dich durch allerlei Plagen zu belästigen versuchen,- töten: du weißt Nachstellungen aus dem Wege zu gehen,- bunte, besonders rote: Geldgewinn oder Freude. (europ.) : Symbol für innere Unruhe, sehr oft im Zusammenhang mit Nervenreizungen und geistigen Störungen oder seelischer Ungewißheit,- eine sehen: die Gesundheit ist bedroht und ein Gegner setzt einem beträchtlich zu,- viele Läuse sehen: man wird in der Lotterie Gewinnen oder unerwartet oder auf außergewöhnliche Art Geld erhalten,- auch: Sorgen und Scherereien mit häufig folgenden Gebrechen,- an Pflanzen: sagen Hungersnöte und Verluste voraus,- selbst haben: unschöne Meinungsverschiedenheiten mit Bekannten sind zu befürchten,- fangen: man ist anfällig für Krankheiten und düstere Gedanken,- viele töten: sehr gutes Omen. (ind. ) : selbst haben: unangenehme Schicksalsfügung, der aber bald Angenehmes folgt,- das Glück ist dir treu,- bei anderen sehen: Aufschwung,- ein unerwartetes Glück kommt dir ins Haus,- sehr große sehen: Reichtum,- ein unglaublicher Erfolg wird sich einstellen. (Siehe auch ‘Insekten’, ‘Parasiten’, ‘Ungeziefer’)… Traumdeutung lauschen

Distel

…Distel Medizinrad: Schlüsselworte: Eßbar,- heilend,- reich,- mineralreich,- stärkt Nahrung (körperlich und geistig),- stärkt,- heilig,- gesegnet,- Mond der ersten Fröste. Beschreibung: Die Distel ist im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der ersten Fröste (24. Oktober bis 21. November) Geborenen. Sie ist eine hochwüchsige, mit spitzen Stacheln bewehrte Pflanze, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land vorkommen kann. Sie bildet rote, violette oder weiße Blüten in losem Verband. Alle Teile der Distel sind mit sehr spitzen, scharfen Haaren und mit einem borstigen Flaum bedeckt, die es sehr schwer machen, sie zu pflücken oder sie zu übersehen. Die Distel findet Anwendung als Nahrungs- und auch als Heilmittel, da alle Teile der Pflanze sehr mineralhaltig sind. Sie hilft bei Verdauungsproblemen, reduziert Fieber und steigert den Milchfluß bei stillenden Frauen. Wegen ihrer vielen positiven Eigenschaften wurde sie als Allheilmittel betrachtet, das die meisten Krankheiten heilen und den Körper stärken kann. Allgemeine Bedeutung: Eine Heilung, zunehmende Fähigkeit, zu nähren und genährt zu werden. Assoziation: Ein Mensch, der besonders unnahbar ist,- kratzbürstig. Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Heilung entweder für deine Traumarbeit oder allgemein für dein Leben. Psychologisch: Die Distel kann für Trotz und Rachsucht stehen und weist auf etwas Unangenehmes im Leben des Träumenden hin. Von ihr zu träumen, macht dem Träumenden diese Eigenschaften bei Mitmenschen und bei sich selbst bewußt. Hierbei kann auch die Farbe der Distel von Bedeutung sein. Sticht sie uns im Traum, macht uns das Unbewußte wohl auf versteckte Neider, auf Mißgunst aufmerksam. Vielleicht sticht uns im Wachleben ins Auge, daß wir irgendwen aus unserer Umwelt gekränkt haben, was wir wiedergutmachen sollten. Spirituell: Die Distel kann die verstandesmäßige Ablehnung gegenüber einer körperlichen Not darstellen. Artemidoros: Disteln und Dornen bedeuten wegen ihrer Spitzigkeit Schmerzen, wegen ihrer Undurchdringlichkeit Hindernisse, wegen ihrer Rauheit Sorgen und Schmerzen, vielen auch Liebeskummer und Untaten von seitens schlimmer Menschen, weil aus den Wunden, die jene verursachen, Blut fließt,- näherhin prophezeien Disteln Untaten von Frauen, Dornen von Männern. Disteln, Dornen und Christdornen sind im Hinblick auf Sicherheit ausnahmslos günstige Vorzeichen, weil sie Wälle und Einzäunungen von Grundstücken bilden, ungünstig dagegen, wenn es gilt, Schwierigkeiten zu entwirren, weil sie undurchdringliche Hindernisse sind. Zöllnern, Schankwirten, Räubern, Leuten, die mit falschen Gewichten arbeiten und Betrügern bringen sie größere Vorteile als irgend etwas anderes, weil sie fremdes Eigentum mit Gewalt und gegen den Willen der Besitzer an sich reißen. Volkstümlich: (arab. ) : allgemein: deutet auf Widerwärtigkeiten,- du wirst unerwartete Kränkung erfahren,- sich an einer stechen: Unglück,- Liebeskummer,- man wird viele Nadelstiche erhalten,- man lebt nicht im Einklang mit seiner Umgebung,- sehen: man feindet sich an,- man ist von Neidern umgeben,- ein ganzes Distelfeld: symbolisiert einen schwierigen Weg, den man vor sich hat und nicht gehen möchte,- ausreißen: deineTraumdeutung Distel

Augenbrauen

Augenbrauen Artemidoros: Buschige, glänzende Augenbrauen sind für jedermann, besonders für Frauen glückbringend,- denn diese färben sich gewöhnlich der Schönheit wegen die Augenbrauen mit schwarzer Tinktur. Daher zeigen sie Vergnügungen und gute Geschäfte an. Kahle Augenbrauen dagegen sagen nicht nur Stillstand der Geschäfte und Mißvergnügen voraus, sondern auch einen bevorstehenden Trauerfall,- denn es ist alter Brauch, sich bei einem Trauerfall die Augenbrauen auszurupfen. Volkstümlich: (arab. ) : Augenbrauen und Augenlider sind eine Zierde des Gesichts. Träumt einer, dieselben seien buschiger und schöner geworden als zuvor, wird er bei vielen Ansehen und Ehre gewinnen und über seine Feinde siegen,- ein Lediger wird die Frau nach seinem Herzen heiraten und reich werden. Träumt dem Kaiser, Augenbrauen und Augenlider seien kahl geworden und ausgefallen, werden seine Söhne ihm nicht auf den Thron folgen, auch wird sein Herzenswunsch nicht in Erfüllung gehen, und gegen seine Gattin wird er bitteren Haß hegen,- ein gewöhnlicher Mann wird seinen liebsten Schmuck verlieren. sehen: Du bist zu empfindlich und hast Schwierigkeiten. (europ.) : sind sie dunkel: gute Gesundheit,- besonders wohlgeformte oder attraktive: können Symbol der Würde und Ehre sein und können den Erwerb von Achtung durch einer unerwarteten Seite vorhersagen,- breite und hohe Augenbrauen: gute Urteilsfähigkeit und gute Geschäfte,- starke haben: Freude,- ausfallende, schüttere, verbrannte: Verlust zeigt sich an,- Verlust des gesellschaftlichen Ansehens,- dünne oder niedrige: es darf nicht an Mühe und Geduld fehlen,- verbrennen: Streit in Erbschaftssachen,- über die eigenen, Gedanken machen: eine unwichtige, aber glückhafte Begebenheit,- Augenlider: Omen für Ärger in Ihrer Umgebung. Seien Sie auf der Hut und helfen Sie, wenn Sie können. zusammengekniffen Augenlider: man wird mit Hinterlist zu kämpfen haben. (ind. ) : Augenbrauen: deine Gesundheit ist in bester Ordnung,- schwach ausgeprägt, ausgefallene oder versengte Augenbraunen: weisen auf bevorstehende Verluste hin,- starke Augenbrauen sind Ausdruck eines starken Willens und Erfolges. Augenlider und Augenbrauen sind ein Schmuck der Augen. Träumt jemand, seine Augenlider und Augenbrauen seien schöner geworden, wird er in seinem Glauben beständiger werden und Freude an seinen Kindern erleben. Dünkt es den Kaiser, seine Augenlider und Augenbrauen seien häßlich geworden, wird er erkranken und in Furcht vor seinen Feinden leben, ihnen aber nicht unterliegen,- ein einfacher Mann wird krank werden, seinen Glauben aber nicht verlieren. Beschneidet oder färbt einer des guten Aussehens wegen seine Augenbrauen, wird er sich eifrig bemühen, seinen Söhnen Ansehen zu verschaffen, und es auch erreichen. Träumt der Kaiser, ihm seien wie einem Leprakranken die Augenbrauen ausgefallen, werden seine Waffen unterliegen und die Führung seiner Truppen in schlechte Hände kommen,- einen gemeinen Mann werden die Leute mit keiner Verantwortung mehr betrauen. Traumdeutung Augenbrauen

Gestirne

…Gestirne Psychologisch: Gestirn kann für etwas Geheimnisvolles, Rätselhaftes, weit Entferntes stehen, das man genauer analysieren muß,- das bezieht sich auf die eigene Persönlichkeit oder auf andere Menschen und Sachverhalte. Das helle Gestirn soll eine unerwartete freudige Nachricht ankündigen. Volkstümlich: (arab. ) : Die Sonne bedeutet ohne jeden Zweifel die Person des Kaisers, der Mond den nach ihm mächtigsten Mann, die Venus die Augusta, die übrigen großen Gestirne die Würdenträger des Kaisers und die anderen Sterne die Welt insgesamt. Träumt einer, er komme der Sonnenscheibe nahe oder ergreife sie, wird ihm der Kaiser so viel Gunst schenken, wie er der Sonne nahegekommen ist,- eine Frau wird nach diesem Gesicht Kaiserin werden,- hat der Kaiser diesen Traum, wird er einen anderen Herrscher unterwerfen. Kämpft oder streitet jemand mit der strahlenden Sonne, wird er sich wider den Kaiser erheben,- ein gemeiner Mann wird von diesem gestraft werden. Scheint es einem, er sende wie die Sonne Strahlen aus, wird er entsprechend dem Lichtglanz die Kaiserkrone erringen,- der Kaiser wird sich noch ruhmvoller in seiner Majestät erweisen,- bei einer Frau gilt dieselbe Deutung. Träumt eine Frau, sie gebäre eine Sonne, wird sie, sei sie, wer sie wolle, einen Kaiser zur Welt bringen. Scheint es einem im Traum, als gingen Strahlen von ihm aus, so daß die Leute ihn nicht anschauen können, wird auch er Kaiser werden. Wenn jemand die Sonnenkugel in Händen hält, diese aber keine Strahlen sendet, wird er gesunden und froh werden, falls er krank ist oder in Trübsal lebt,- ein Mächtiger wird den Kaiser mißachten, dieser einen mächtigen König oder Fürsten gefangen halten. Dünkt es einen, die Sonne erhelle ganz ungewöhnlich sein Haus mit ihren Strahlen, wird ihm der Kaiser, dem Sonnenlicht gleich, Freude und Reichtum spenden,- sieht der Kaiser die Sonne oder die Sonnenscheibe in seinen Palast kommen, wird er einen Thronfolger zeugen, ein großer Herr oder ein geringer Mann wird erhöht werden. allgemein: dein Weg ist dir vorgeschrieben, du mußt ihn gehen,- schöne und ruhig strahlende sehen: deine Wünsche gehen über deinen Horizont hinaus,- helle sehen: sich über positive Nachricht freuen,- einen vor sich sehen: du sollst der inneren Weisung und einer Schicksalsführung folgen,- die Gestirne beobachten: auf eine leidenschaftliche Liebesaffäre folgt Ernüchterung,- flackernde: dein ganzes Tun und Treiben wird der Bestimmtheit entbehren,- schwach schimmernde: deine Verzagtheit führt zu nichts,- dunkel: es wird bald zu rätselhaften Ereignissen kommen,- sternenlosen Himmel sehen: Warnung vor einem Unfall oder ein Zeichen, daß wir die Führung nicht beachtet haben und auf dem falschen Wege sind. (europ.) : helle sehen: eine gute Botschaft,- dunkle: rätselhafte Dinge künden sich an. (ind. ) : sehen: rätselhafte Dinge ereignen sich,- dunkle: es stehen rätselhafte Dinge bevor,- helle: freudige Botschaft aus weiter Ferne. (Siehe auch ‘Geometrische Figuren’, ‘Götter’,… Traumdeutung Gestirne

rasieren

…rasieren Allgemein: Wichtig ist die Frage, ob es ein Mann oder eine Frau ist, die sich im Traum rasiert. Bei einem Mann kann die Rasur für Alltägliches und gewohnte Routine stehen. Männliche Teenager haben meist Angst vor dem Rasieren durch Fremde. Wichtig ist, wer der Rasierende ist. Ein Traum-Bart ist ebenfalls ein Männlichkeitssymbol, kann aber auch eine Frage sein, was man dahinter verstecken will: ein fliehendes Kinn vielleicht (= emotionale Schwäche), oder will man mehr Männlichkeit vortäuschen, als vorhanden ist? Bei einer Frau zeigt die Gesichtsrasur, daß sie sich männliche Eigenschaften wünscht. Rasiert sie andere Körperteile, dann drückt dies ihren Versuch aus, eine glatte, unangreifbare Oberfläche zu schaffen. Das Rasierzeug selbst ist ebenfalls von Bedeutung. Ein Rasiermesser ist in der Symbolik mit dem Messer identisch. Ein Rasierapparat zeigt, daß eine gewisse Risikobereitschaft erforderlich ist, um sein wahres Gesicht zu sehen. Aber auch die Maske des Alltags bedarf der Aufmerksamkeit. Rasieren soll nach altindischen Traumbüchern vor Täuschungen und Betrug warnen. Wird man selbst rasiert, bezieht sich die Warnung auf das eigene Leben, wird ein anderer rasiert, soll man selbst keinen Betrug und keine Täuschung versuchen. Psychologisch: Als die Barttracht modern war, galt sie als Schmuck des Mannes,- rasierte er sich die Haare im Traum ab, hieß das, er habe mit großen Unannehmlichkeiten zu rechnen. Nach heutiger Auffassung will der Träumende etwas glätten,- entweder weil er sich seinen Mitmenschen gegenüber ins rechte Bild setzen möchte oder weil er mit seinem eigenen Selbstbild nicht zurechtkommt. Rasieren im Traum symbolisiert heute allgemein analytisches Denken. Wird der Träumer rasiert, muß er wohl in einer bestimmten Sache zahlen. Schneidet er sich oder wird er geschnitten, wird er sich im Wachleben vielleicht falsch verhalten. Rasiert der Träumende einen anderen Menschen, ist dies eher ein fürsorglicher Akt. Wird die Rasur jedoch mit dem Vorsatz der Gewalt vorgenommen, ist dem Träumenden möglicherweise bewußt, daß ein bestimmter Persönlichkeitsaspekt schärfer herausgearbeitet werden muß, um voll zur Geltung zu kommen. Das Rasierzeug selbst ist in diesem Zusammenhang eher ein Werkzeug als eine Waffe. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene steht eine glatte Rasur im Traum für Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit anderen Menschen. Volkstümlich: (arab. ) : andere sehen: halte dich immer reinlich,- sich selbst: betrüge dich nicht selbst,- auch: Man sei auf der Hut, sich von seiner Umwelt Schwächen einreden zu lassen, die man gar nicht hat, aber letztendlich glauben könnte. Andere würden ein leichtes Spiel mit uns haben. werden: man will dich hintergehen. (europ.) : durch einen anderen: gilt als Täuschung, Betrug usw.,- über eine Rasur nachdenken: man macht hochfliegende geschäftliche Pläne,- doch fehlt es einem an Energie zur Durchführung,- sich selbst: Gewinn,- man wird eine Schuld bezahlen oder etwas wieder gutmachen können,- man hat seine Geschäfte und Privatangelegenheiten… Traumdeutung rasieren

Wüste

…allem Alltäglichen begeben will, um so in Einsamkeit und Kontemplation seine inneren Bestimmung und seinen eigenen Weg zu Gott finden möchte. Psychologisch: In der Wüste wächst nicht sehr viel, deshalb ist sie als Traumsymbol auch ein Gefahrensignal. Meist spielt dieses Bild auf die Vereinsamung des Träumenden inmitten der Massengesellschaft an. Seelische Einsamkeit und seelisch-geistiger Stillstand werden häufig mit diesem Traumbild dargestellt. Allerdings kann der Träumende sich auch freiwillig in die Wüste zurückgezogen haben. Dann handelt es sich um eine zeitweise, freiwillige Enthaltsamkeit, aus der sowohl Ideen wie auch Kraft entspringen. Der Ritt oder Marsch durch die Wüste im Traum ist der Hinweis darauf, daß man ein Ziel nur nach unsäglichen Entbehrungen oder Kraftanstrengungen erreichen kann. Der Träumende muß sehr sorgfältig seine Handlungsrichtung überdenken, wenn er in seiner gegenwärtigen Situation ‘überleben’ will. Spirituell: Eine Wüste kann Verlassenheit symbolisieren, aber sie kann auch ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der göttlichen Offenbarung sein. Volkstümlich: (arab. ) : sehen: kündigt schwere Zeiten an, mit der er mit mehreren Entberungen zu rechnen hat,- sich darin befinden: du wirst dich sehr verlassen fühlen,- man wird seine Wünsche erheblich einschränken müssen und in Zukunft von seiner Bescheidenheit profitieren können. (pers. ) : Bleibt die Wüste ohne Luftbewegung, so ist eine schwierige Zeit überstanden, und die Mühe und Ausdauer tragen bald Früchte. Herrscht ein stürmischer Wind vor, gilt es, noch eine Zeitlang Ausdauer zu beweisen und Mühe in Kauf zu nehmen. Alle weiteren Bedeutungen hängen von dem Zusammenspiel mit den übrigen Traumbildern ab. Allgemein verkörpert die »Wüste« das Selbstbild des Träumenden im Angesicht der Welt, den Wert, den er sich aufgrund seiner Lebensumstände zugesteht. (Mann+) (europ.) : völlige Leere liegt vor,- möglicherweise Potenz- oder Liebestraum und dann als sehr schlechtes und trostloses Zeichen zu werten,- sehen: weist auf Verlassenheit und Hilflosigkeit in der nächsten Zeit hin,- auch: keine Erfolge und Wünsche bleiben unerfüllt,- in einer reisen: bedeutet Gefahren und Hindernisse,- man wird etwas sehr Notwendiges entbehren müssen,- durch eine trübselige, kahle gehen: verheißt Hungersnöte und Rassenunruhen sowie Verluste an Menschenleben und Eigentum,- bei schlechtem Wetter: ein besonders ungünstiges Omen,- Befindet sich eine junge Frau allein in der Wüste, dann sind ihre Gesundheit und ihr Ruf durch ihre Indiskretion gefährdet. Sie sollte vorsichtiger sein. (ind. ) : darin leben: deine Sehnsucht läßt dir keine Ruhe,- sich darin befinden: du gehst schweren Kümmernissen entgegen,- sehen: du wirst sehr bald deine Umgebung verlassen müssen,- dein Leben war bisher erfolglos,- mit Kamelen: nicht allen kann es so gut gehen wir dir, habe daher Mitleid mit deinen Mitmenschen,- darin verdursten müssen: man wird dir dein Glück neiden, aber höre nicht auf die Bösen,- allgemein: deine Sorgen sind groß, aber sie werden sich bald verringert haben. (Siehe auch ‘Kamel’, ‘Oase’, ‘Sand’)… Traumdeutung Wüste

Fledermäuse

…des Staunens, des Verständnisses für die Angst. Psychologisch: Weil Fledermäuse im Volksglauben als angsterregende Tiere gelten, deutet eine Fledermaus im Traum darauf hin, daß der Träumende durch unbewußte Ängste gequält wird. Fledermaus steht für alle körperlichen und seelisch-geistigen Vorgänge, die ohne Kontrolle des Bewußtseins ablaufen,- damit kann die Angst vor den unbewußten Inhalten gemeint sein. Sie schießt unverhofft aus der Nacht auf uns zu und bringt Unruhe und Grauen mit sich,- übersetzt: Unser seelisches Gleichgewicht ist gestört, wir fühlen uns verfolgt und sollten deshalb den Angstzustände ernsthaft nachgehen. Fledermäuse sind Nachttiere,- der Aspekt der Dunkelheit oder Finsternis kann daher für einen solchen Traum von Bedeutung sein. Die Fledermaus hat im Traum eine ähnliche Bedeutung wie die Eule. Es fehlt ihr allerdings der geistige, weise und weitsichtige Aspekt. Als Traumbild verkörpert sie eher die triebhaften Gefühlsregungen des Träumenden. Man sollte nach mehr Selbsterkenntnis und Harmonie streben. Sie könnte aber auch für Blindheit (wovor?) oder instinktiven Orientierungssinn stehen. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene kann eine Fledermaus im Traum sowohl Verunsicherung als auch spirituelle Unklarheit zum Ausdruck bringen. Artemidoros: Die Fledermaus bringt Schwangeren Frauen Glück,- denn sie legt nicht wie die anderen Vögel Eier, sondern bringt lebendige Junge zur Welt, hat in den Brüsten Milch und zieht ihre Jungen groß. Schaut jemand, der zu Wasser oder zu Lande reist, einen von diesen Vögeln, wird er in einen heftigen Sturm geraten oder unter die Räuber fallen. Nisten sich diese Vögel im Haus ein, wird dieses völlig veröden. Volkstümlich: (arab. ) : sehen: bringt Unglück und Kummer ins Haus,- auch: Angst vor Schuldenmachen,- auch: enthält eine Warnung, man sollte weniger wankelmütig sein und andere Menschen nicht ausnutzen,- fliegen sehen: deine Unternehmungen haben keinen glücklichen Ausgang,- fangen: erschwerter Geschäftsabschluß. (pers. ) : Bei diesem Sinnbild kommt es darauf an, wie man sich bei dessen Ansicht im Traum fühlt. Ängstigt der Anblick einer Fledermaus den Träumenden, so sollte er seine Angelegenheiten mit größerer Diskretion handhaben. Flößt ihm die Fledermaus keine Furcht ein, erhält er in naher Zukunft einen gewinnträchtigen Vorschlag. Ganz allgemein will das Symbol dem Träumenden sagen, daß er in sich hineinlauschen und mehr auf die Stimme seines Innern hören sollte. (europ.) : verkünden Sorgen und Entbehrungen,- sagen ein schlimmes Los voraus, Trauer und Katastrophen stehen bevor,- der Tod der Eltern oder guter Freunde kann daraufhin ebenso folgen, wie der Verlust des Augenlichtes oder von Gliedmaßen,- sehen: flatterhafter Sinn,- unsicheres Unternehmen,- Wankelmütigkeit,- man solle andere Menschen nicht ausnutzen,- viele sehen: guter Geschäftsgang trotz Angst vor Schulden,- eine weiße sehen: gilt als sicheres Todessymbol,- häufig stirbt bald darauf ein Kind,- von ihnen angegriffen werden: schlechte Gedanken durch üble Nachrede von anderen,- fangen: baldige Besserung der Lage,- für Kranke baldige Genesung,- (Siehe auch ‘Dunkelheit’, ‘Finsternis’, ‘Nacht’, ‘Vampir’)… Traumdeutung Fledermäuse

Lawine

…Lawine Assoziation: – plötzliche Freisetzung von unterdrückten Emotionen mit katastrophaler Folge. Fragestellung: – Welche alten Emotionen sind im Begriff, sich mit Macht Ausdruck zu verschaffen? Allgemein: Träume, in denen Gefahren von Naturkatastrophen drohen, sind kaum je prophetisch. Wenn es auch solche Träume gibt, sind sie doch selten und auch auf gewisse Menschen beschränkt. Außerdem sind sie häufig zu allgemein und vage, um praktisch zu nützen. Ein Traum mit einer Lawine bezieht sich auf eine erdrückende Macht im Leben, die einen zu überrollen droht – eine Lawine an Arbeit, beispielsweise. Reißt die Lawine einem mit, dann hat man sein Leben wohl derzeit nicht mehr im Griff und muß sich umschauen, wo man wieder Halt finden kann. Psychologisch: Die Lawine, die im Traum den Berg hinunter donnert, ist im Wachleben die Gefahr, die man erkennt, vor der man aber nicht wegrennen kann. Hier alarmiert das Unbewußte unseren wachen Verstand, uns mutig auf eine Gefahr einzustellen und standhaft zu bleiben, wenn es auch schwerfällt. Der Träumende muß in diesem Fall die Kontrolle über die äußeren Umstände zurückgewinnen. Durch dieses Bild werden seelische und körperliche Konflikte und Spannungen im Traum oft unkontrolliert abreagiert. Die zu Tal gehenden Schneemassen sind ein Bild für erkaltete Gefühle, Enttäuschung, Resignation, Verbitterung, Einsamkeit, aber auch für die schwindende Lebenskraft und unter Umständen auch den Tod des Träumenden. Sieht man die Lawine im sicheren Abstand, warnt sie vor Gefahren, denen man durch Umsicht aber noch entgehen kann. Wenn man sich inmitten einer Lawine befindet, wird man von den Umständen überwältigt. Sie im Traum zu erleben bedeutet, eine destruktive Kraft wahrzunehmen. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene droht die Macht eingefrorener Gefühle den Träumenden zu überwältigen. Volkstümlich: (arab. ) : stürzen sehen: deine Hoffnungen werden nicht erfüllt,- in private oder geschäftliche Mißhelligkeiten hineingezogen werden, die die Zukunft nachhaltig negativ beeinflussen werden,- große Gefahr,- auch: Große Vorsicht vor Gefahr, sonst reißt du Freunde mit dir ins Unglück,- von ihr verschüttet werden: Unglück,- von den Lebensumständen überwältigt werden. (europ.) : eine herunterrollen sehen: besagt, daß man einer großen Gefahr entgehen wird,- Warntraum, sich rechtzeitig aus einer bedenklichen Situation zu retten,- man hat selbst etwas Negatives ausgelöst und kann es kaum noch stoppen,- von einer verschüttet werden: man wird von einem unglücklichen Ereignis mehr oder weniger betroffen werden. (ind. ) : sehen: du wirst Verdruß mit Arbeitskollegen haben. (Siehe auch ‘Berg’, ‘Eis’, ‘Gewalt’)… Traumdeutung Lawine

Mund

…Mund Assoziation: – Ernährung,- neue Verhaltensweisen. Fragestellung: – Was bin ich in mich aufzunehmen bereit? Was bin ich auszudrücken bereit? Allgemein: Mund kann erotische Bedürfnisse verdeutlichen oder allgemein für Mitteilungs- und Kontaktbedürfnis stehen. Oft symbolisiert er auch die Art und Weise, wie man äußere Eindrücke aufnimmt. Zuweilen warnt er konkret davor, den ‘Mund zu voll zu nehmen’. Psychologisch: Der Mund dient zwar zur Nahrungsaufnahme, ist aber auch ein Mitteilungsinstrument von Gefühlen und Gedanken. Der Kuß ist eine intensive Form einem anderen Menschen seine Gefühle mitzuteilen. So ist der Mund im Traum auch ein Symbol für die Beziehung zu anderen Menschen, das Bedürfnis nach Kontakt oder nach Mitteilung. Volkstümlich: (arab. ) : Träumt der Kaiser oder ein Fürst, Wangen, Schläfen und Mund hätten sich schön geweitet, wird er Ruhm und Ehre im Krieg erlangen,- ein gemeiner Mann oder eine Frau kann in Beruf und Arbeit mit einem besseren Verdienst rechnen. Ein Leiden an diesen Gesichtspartien bedeutet das Gegenteil von dem Gesagten. Dünkt es den Kaiser, er habe ein Leiden am Mund, so daß er weder sprechen noch essen kann, werden seine Schatzkammern sich leeren und die Steuereinnahmen erheblich zurückgehen,- einem einfachen Mann prophezeit es ein Leben in Armut. Hat einer die Maulsperre bekommen, so daß er gar nicht mehr essen kann, wird er bald sterben, sei er wer immer. großer: verheißt Anmaßung und Grobheit,- man sollte sich seine Worte gut überlegen, bevor man sie über die Lippen bringt,- auch: man läuft Gefahr, zu große Versprechungen zu machen, die man nicht einhalten kann,- auch: sich vor Lügen und Übertreibungen jeglicher Art hüten,- kleiner: verheißt Schüchternheit und Bescheidenheit,- offen: du wirst etwas Erstaunliches hören,- geschlossen halten: du warst zu voreilig nun hast du deinen Schaden (Warntraum),- nicht öffnen können: dein Leben wird bedroht werden,- voll haben: du sprichst und versprichst zu viel,- (pers. ) : Ein Traum, in dem ein Mund besonders häufig oder auffallend hervortritt, gilt als dringende Empfehlung, weniger, aber überlegter zu sprechen sowie mehr und besser zuzuhören. Auch sollte sich der Betreffende vor Übertreibungen hüten, da sie eine Aufeinanderfolge unangenehmer Begebenheiten auslösen könnten. Allgemein soll der Träumende dem Bild entnehmen, daß er besser ohne Übertreibungen und Lügen lebt, vor allem, weil er dabei Gefahr läuft, sich selbst zu glauben und zu einer Lebenslüge zu verführen. (europ.) : wie die Zähne meist als rein sexuelles Zeichen der Potenz bei Mann und Frau zu verstehen,- der eigene: man solle seine Zunge im Zaum halten,- Schmerzen darin haben: bedeutet, daß man vorsichtig in seiner Rede sein soll,- allgemein bezieht sich ein Traum vom Mund auf Verschwiegenheit,- schmalen sehen: signalisiert kommendes Geld,- breiter: verkündet Ehre,- großen haben: du genießt Achtung,- man verspricht ein guter Redner zu werden,- großen sehen: einen Gefährten bekommen, der… Traumdeutung Mund